Allgemeines Erscheinungsbild:

Die Besonderheit der Rasse ist der Rückenkamm (ridge), der dadurch entsteht, dass die Haare in Gegenrichtung zu den am übrigen Körper wachsen. Der Rückenkamm ist das wichtigste (äußerliche) Erkennungsmerkmal der Rasse. Der Rückenkamm muss klar abgegrenzt sein, symmetrisch und zu den Hüfthöckern hin schmaler werden. Er muss unmittelbar hinter den Schultern beginnen und bis zu den Hüfthöckern reichen. Der Rückenkamm darf nicht mehr als zwei gleichförmige Kronen (crowns) [Wirbel] aufweisen, die einander gegenüber liegen. Die Unterkannte der Wirbel dürfen nicht über das obere Drittel des Rückenkamms hinausgehen. Als Mittelwert für die Breite des Ridge ist 5 cm ein guter Durchschnitt. Der Ridge ist eine Anomalie, die auf einer genetischen Veränderung beruht.

Der Rhodesian Ridgeback sollte einen ausgewogen gebauten, starken, muskulösen, wendigen und aktiven Hund darstellen, symmetrisch im Profil und bei angemessener Geschwindigkeit äußerst ausdauernd. Das Hauptaugenmerk ist auf Beweglichkeit, Eleganz und funktionale Gesundheit ohne Tendenzen zu einer massigen Erscheinung zu legen.
 

 

 

 

 

 

                

Dies sind die Eigenschaften des eleganten Jägers, der in der Lage ist, den König der Tiere zu stellen. Er ist stark und muskulös, aber nicht zu massiv in seiner Erscheinung, dies gepaart mit Beweglichkeit, Intelligenz und Wendigkeit.

Die Faltenbildung am Kopf ist durchaus üblich und sie ist bei vielen erwachsenen Ridgebacks noch vorhanden. Das Haarkleid ist kurz und dicht, glatt und glänzend. Die Farben variieren zwischen hell- bis rotweizen. Nur an Brust und Zehen ist weiß gestattet. Der Fang und Behang dürfen dunkel sein. Über das ganze Fell verteilte dunkle Haare sind nicht erwünscht.

Der Standart wünscht eine Widerristhöhe bei Hündinnen zwischen 61 u. 66 cm, bei Rüden zwischen 63 u. 69 cm.

Livernose:

Dies ist eine Unterart der schwarznasigen RR's. Sie haben leberfarbene oder auch braune Nasen sowie Fußballen und Krallen. Diese sind noch nicht so sehr verbreitet, aber sie werden immer beliebter. Welpen mit brauner Nase werden mit blauen Augen geboren. Bis zur achten Lebenswoche wandeln sich diese in bernsteinfarbend um.

Das Livernose-Gen wird rezessiv vererbt und setzt sich bei den Welpen nur dann durch, wenn beide Elternteile Genträger sind. Die Anzahl der Braunnasen in einem Wurf richtet sich ferner nach dem Genanteil der Eltern. Voraussetzung natürlich, beide sind Genträger, ob nun mit schwarzer  (wie die Mama und der Papa von unserem Baayo) oder brauner Nase.

Allgemeines:

Der Rhodesian Ridgeback ist ein spätreifer Hund und erst im Alter von zwei bis drei Jahren körperlich und seelisch voll entwickelt, dafür aber sehr lange lernfähig.

Bei der Erziehung vom Welpenalter benötigen Sie ein besonderes Gespür. Konsequenz (nicht zu verwechseln mit Härte), Einfühlungsvermögen und viel Liebe sind die oberste Gebote. Man muss bereit sein, diesen Hund als Partner zu akzeptieren, dann wird man erstaunt sein, zu welchen Fähigkeiten dieser Hund in der Lage ist. Der Mittelweg zwischen partnerschaftlichem Miteinander und eindeutigem Führungsanspruch auf Euer Seite ist der richtige Weg. RR´s sind herausragend intelligent und haben daher keinen blinden Gehorsam. Eine Abrichtung nach herkömmlichen Methoden, womöglich unter Zwang, birgt die Gefahr, dass der Hund die Leistung völlig verweigert.

Der Ridgeback scheint über einen sechsten Sinn für Gefahr zu verfügen. Diese Hunde scheinen Gefahren immer etwas früher zu wittern, als sie eigentlich könnten.

Der RR ist kein Zwingerhund. Er braucht dringend den engen Anschluss an die Familie, um sozial nicht zu verkümmern und um zu wissen, für wen er da ist.

Seine jagdlichen Merkmale sind absolute Führerbezogenheit, hervorragende Nase, ausgeprägter Finderwille, ruhige und sachliche Suche bzw. Arbeitsweise auf der Fährte, Fährtentreue, hohe Schnelligkeit u. genügend Wildschärfe.

 

Der Rhodesian Ridgeback als Familienhund:

Prinzipiell ist der Rhodesian Ridgeback ein sehr guter Familienhund.

Aber Toleranz im Umgang mit Kindern ist keinem Hund angeboren, sondern muss erst durch Umgang und Gewöhnung erworben werden.

Hier sind die Halter doppelt gefordert. Zum einen muss dem Welpen und jungem Hund ausreichend Gelegenheit geben werden, sich mit seinen Kindern zu beschäftigen, zum anderen müssen die Kinder einen verantwortungsvollen Umgang mit den Hunden erlernen.

Ein Hund ist kein Spielzeug, das grenzenlos beschmust werden kann. Eine sorgfältige Aufsicht durch die Erwachsenen ist unabdingbar. Besonders bei Kleinkindern muss der Hund vor der etwas groben Motorik der Kinder geschützt werden.

Bei älteren Kindern ist es häufig so, dass sie den Hund dominieren und vorführen möchten. Solange dies im Spiel geschieht und Ihr Hund ab und zu ein Leckerli von dem Kind bekommt, ist dagegen nichts einzuwenden. Kritisch wird es aber, wenn das Kind ernsthaften Gehorsam von dem Hund verlangt. Der Rhodesian Ridgeback ist ein Hund mit einer sehr hohen sozialen Intelligenz. Er nimmt sehr wohl wahr, dass Kinder menschliche Jungtiere sind, die ihm - dem erwachsenen Hund gegenüber - nicht weisungsbefugt sind. Wenn Sie als Rudelführer das "menschliche Jungtier" nicht zu vernünftigem Verhalten erziehen, wird diese Aufgabe der Hund übernehmen.